Wie Kriminelle Ihre Postings bei Facebook und Co. ausnutzen

Die Angaben in Sozialen Netzwerken machen es Kriminellen leider allzu leicht, sich umfassend über potenzielle Angriffsziele zu informieren. Schon eine einfache Statusmeldung über den aktuellen Urlaub oder den neuen Job eröffnet Verbrechern eine Vielzahl an Möglichkeiten. Vom Wohnungseinbruch oder dem Abfangen von Post im privaten Bereich bis hin zum Vortäuschen der Identität des Abwesenden in E-Mails und Anrufen im geschäftlichen Bereich.

Gerade Firmenprozesse sind bei Abwesenheit oder Einweisung von Mitarbeitern am empfindlichsten. Braucht ein neuer Mitarbeiter nochmal seine Zugangsdaten oder hat der Chef kurz vorm Urlaub einfach vergessen, dass die ganz dringliche Überweisung noch raus muss? Mit diesen durchaus schlüssigen Begründungen versucht man Sie in die Falle zu locken. Bleiben Sie ruhig, vergewissern Sie sich, dass die Anfrage gültig ist und vermeiden Sie es, sensible Informationen per E-Mail preis zu geben. Das gilt auch für das Telefon, wenn Sie nicht ganz sicher sein können, ob es sich tatsächlich um die vorgegebene Person handelt.

Wie schütze ich mich?

  • Nutzen Sie die vorhandenen Privatsphäre-Einstellungen. Teilen Sie private Inhalte nicht öffentlich! Bedenken Sie auch die enge Verzahnung der Betreiber sozialer Netzwerke mit anderen Internetdiensten. Geben Sie nicht zu viel von sich preis. Je weniger personenbezogene Daten von Ihnen veröffentlicht sind, desto weniger Potential bieten Sie einem Angreifer.
  • Seien Sie wählerisch bei Kontaktanfragen und nehmen Sie grundsätzlich nur Personen in Ihre Freundesliste auf, die Sie aus der realen Welt kennen.
  • Klicken Sie nicht unüberlegt auf Links in Ihrem Sozialen Netzwerk, auch wenn diese von Freunden stammen.
  • Rufen Sie Logins nicht über einen direkten Link in einer E-Mail auf. Gehen Sie sicherheitshalber manuell auf die entsprechende Webseite zum Login-Bereich.
  • Melden Sie sich nicht auf fremden Computern in Ihren Sozialen Netzwerken an.
  • Nutzen Sie für Ihre Sozialen Netzwerke verschiedene EMailAdressen und Passwörter, sowie nach Möglichkeit die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  • Seien Sie selektiv bei der Installation von Add-Ons und Plug-Ins für Ihren Browser. Installieren Sie nur, worauf Sie nicht verzichten wollen.

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